Kooperation Löwenstarke Kinder!
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Später Sprechbeginn / Sprachentwicklungsstörung

 

Die Entdeckung der Sprache

 

Das Konzept von B. Zollinger ist sowohl bei Kindern mit einer Sprachentwicklungsstörung als auch bei Kindern mit einer allgemeinen Entwicklungsverzögerung geeignet.

 

Kinder, die bei der U7 einen geringen aktiven Wortschatz von weniger als 50 Wörtern aufweisen und noch keine Mehrwortäußerungen produzieren, profitieren sehr von dieser Form der Therapie.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, möglichst frühzeitig mit der Therapie zu beginnen, denn nur so können Basiskompetenzen für den Spracherwerb bereits in jungem Alter gefördert werden.

Für die Altersgruppe von ca. 2 – bis 4 Jahren wurde von Frau B. Zollinger ein Therapiekonzept entwickelt, dessen Ziel die Entdeckung der Sprache ist.

Es findet eine gezielte Förderung von Basiskompetenzen und eine Unterstützung von Entwicklungsschritten statt, um dem Kind den Weg zur Entdeckung und zum Erlernen der Sprache zu ermöglichen.

 

In jedem Entwicklungsbereich (praktisch-gnostisch, sozial-kommunikativ, symbolisch, sprachllich) gibt es Meilensteine zu bewältigen, die der Fähigkeit, Sprache kommunikativ einzusetzen, vorausgehen. Die Therapie wird dann in den noch nicht altersentsprechenden Bereichen begonnen, was dem Kind schrittweise eine Basis für die Entdeckung und den Erwerb der Sprache schafft.

 

Die Entdeckung der Sprache

Sprache beinhaltet immer eine Dreiecks-Situation: Sie kommt von einem ICH, ist an ein DU gerichtet und bezieht sich auf etwas DRITTES, d.h. auf einen Gegenstand oder später auf ein Thema.

Um die Sprache als Kommunikationsmittel zu entdecken, ist es deshalb wichtig, dass das Kind dieses Dreieck zwischen ICH, DU und GEGENSTAND herstellen kann. Diese so genannte Triangulierung ist ein wichtiger Schritt im Spracherwerb. Das Kind kann dann Auto denken, wenn es das Wort hört und es kann das Wort „brummbrumm“ sagen, wenn es das Auto sucht, das gerade nicht da ist.

Gleichzeitig beginnt das Kind, auf das Resultat seiner Handlungen zu achten, und es realisiert, dass es mit seinen Worten etwas bewirkt. Dies ist die eigentliche Entdeckung der Sprache: Die gesprochenen Worte können von den anderen verstanden werden.

 

Die Therapie

Das Spiel ist der Ausgangspunkt für die Kommunikation zwischen ICH und DU.

Erst wenn wir ein gemeinsames Thema haben, entstehen auch Anlässe, über etwas zu kommunizieren. Die Therapie findet in Spielsituationen statt, die Alltagshandlungen und Alltagssituationen nachspielen (z.B. Kochen, Einkaufen, Eisenbahn, Arzt, Friseur, Malen, Schneiden…)

Dem Kind wird geholfen, Interessen hervorzubringen und ein Mitteilungsbedürfnis aufzubauen. Es soll merken, dass das, was es von sich aus tut, eine Bedeutung hat. Die reale Welt wird im Spiel nachempfunden, immer wieder neu erlebt und so Raum für neue Entdeckungen und gemeinsamen Austausch geschaffen.

Zollinger, B. (2007): Die Entdeckung der Sprache. Bern: Haupt

Die kleine Seerobbe

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